Tesla im Chaos: Manager gehen, Insider verkaufen Aktien

Tesla steht vor einem entscheidenden Moment: Während Elon Musk vollmundig die Robotaxi-Zukunft beschwoert, broeckelt es hinter den Kulissen. Mehrere Tesla Top-Manager aus den Bereichen Autopilot, AI und Chip-Entwicklung haben das Unternehmen verlassen – und parallel verkaufen Executives und Board-Mitglieder Aktien in Millionenhoehe. Wie passt das alles zusammen?

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Elon Musk – Visionaer ohne Richtung?
Elon Musk hat den Takt vorgegeben. Immer. Mit Tweets, mit Keynotes, mit Versprechen. Aber was, wenn die Versprechen anfangen, sich zu wiederholen... oder schlimmer: sich selbst zu widersprechen?
Das Robotaxi ist das perfekte Beispiel. Seit Jahren wird es angekuendigt. Autonom, revolutionaer, die Mobilitaet der Zukunft. Und nun? Eine vage Praesentation, ohne Fahrzeuge, ohne klares Datum, dafuer mit einem Cybercab-Render und mehr Fragen als Antworten. Statt Realitaet: Renderings und Powerpoints. Statt Vertrauen: Unsicherheit.
Das zeigt sich auch bei dem vermeintlichen Robotaxi-Launch in Austin, der nicht nur peinlich, sondern vor allen Dingen auch verdammt gefaehrlich war und ist. Schaut mal:
Und da das offenbar nicht wirklich gut funktioniert hat und die PR-Show relativ schnell durchschaut wurde... also ausserhalb der Tesla-Blase, musste der gute Elon noch einmal nachlegen. Autonome Auslieferungen der eigenen PKWs war nun angesagt und das schien tatsaechlich zu funktionieren. Also oberflaechlich betrachtet.
Wenn ihr euch jetzt fragt, warum Tesla nicht mindestens ein 2. Fahrzeug auf diese Weise ausgeliefert hat? Ich habe da ein paar Gedanken zu:
Interne Brueche – Wenn Fuehrungskraefte gehen
Diese PR-Stunts kommen aber auch intern alles andere als gut an. In den letzten Monaten haben auffallend viele Top-Leute Tesla verlassen. Besonders kritisch: Fuehrungskraefte im Bereich AI und Chipentwicklung. Also genau die Bereiche, von denen Musk tagtaeglich behauptet, dass Tesla hier der fuehrende Treiber ist.
Menschen, die seit Jahren an der Vision gebaut haben, steigen aus – mitten im entscheidenden Moment. Das ist kein Zufall. Das ist ein Alarmsignal.

Insider-Verkaeufe – Wenn Hoffnung zu Kasse gemacht wird
Und waehrend draussen noch vom grossen Wurf getraeumt wird, verkaufen drinnen die Insider. Vorstandsmitglieder, Top-Manager, langjaehrige Fuehrungskraefte – sie loesen seit Monaten Aktienpakete auf. Keine Einzelfaelle, keine Routineverkaeufe. Sondern Millionenbetraege. Wer glaubt, was kommt, verkauft nicht in Serie. Diese Verkaeufe sprechen eine andere Sprache. Sie sagen: Das Vertrauen ins eigene Narrativ ist nicht mehr da. Zumindest nicht bei denen, die es am besten kennen sollten.

Entlassungen und Umbau – unter dem Deckmantel der Effizienz?
16.000 Mitarbeiter:innen weniger. Und das ist nur die Zahl, die wir kennen. Offiziell: Restrukturierung. Inoffiziell: Sparprogramm. Der Roboter Optimus ersetzt in der Gigafactory Menschen. Klingt nach Sci-Fi. Ist aber Realitaet. Oder besser: eine PR-Realitaet, denn vieles bleibt unklar. Was genau kann Optimus wirklich leisten? Wieviele davon wurden gebaut und was koennen diese? Offensichtlich nicht viel:

Tesla spart – am Personal, an Modellen, an Kommunikation. Der neue Roadster? Verschoben. Das Model 2? Eingestampft oder stillgelegt. Stattdessen: Fokus auf das eine Produkt, das vielleicht niemals kommen wird – das Robotaxi. Und das wirkt nicht wie Strategie. Das wirkt wie Flucht nach vorn... aber in Richtung eines entgegenkommenden Zuges!
Die Kommunikation – Musk im Alleingang

Frueher hatte Tesla eine PR-Abteilung. Heute hat es nur noch Elon Musk. Was er nicht tweetet, existiert nicht. Presseanfragen? Zwecklos. Kritische Fragen? Unerwuenscht. Die Kommunikation ist zur Einbahnstrasse geworden – und zur Gefahr. Denn wenn alles von einem Mann abhaengt, dann kippt alles, wenn dieser Mann ins Schwanken geraet. Und Musk schwankt. Zwischen Meme-Posts, rechtsextremen Parolen und Robotaxi-Trauma.
Ein Oekosystem ohne Oekosystem
Tesla hat viel verloren – vor allem das, was man nicht an der Boerse sieht: Vertrauen. Zulieferer, Analysten, sogar Fans fragen sich, ob das noch das Unternehmen ist, dem man einmal bedingungslos geglaubt hat. Wo ist die Substanz? Wo sind die echten Innovationen? Wo ist der Plan B, falls der AI-Ansatz nicht funktioniert?

Es gibt keinen. Oder zumindest keinen, der kommuniziert wird. Was bleibt, ist ein zunehmend isoliertes Unternehmen, das sich nur noch ueber die eine grosse Wette definiert.
Fazit – Was bleibt von Tesla?
Tesla ist nicht am Ende. Noch nicht. Aber das Narrativ, das Tesla gross gemacht hat, ist es. Die Geschichte vom ewigen Innovator, vom disruptiven Unternehmen, das immer einen Schritt voraus ist – sie passt nicht mehr zur Realitaet und ich finde, dass ich dies im letzten Jahr ganz nuechtern auf den Punkt gebracht habe. Wohlgemerkt bevor Musk sich politisch engagierte:

Was bleibt, ist ein Konzern in der Selbstverwirklichungsphase seines Gruenders. Ein Unternehmen, das sich in der Groesse verliert, die es selbst geschaffen hat. Und das nun beweisen muss, dass es mehr ist als ein Render auf einer Keynote.
Wer wissen will, wie es weitergeht, muss genau hinsehen. Und vielleicht weniger auf das, was gesagt wird – sondern mehr auf das, was fehlt!
Ich bin gespannt, wie ihr das seht!
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Bleibt gesund,
Sascha


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