Kreislauf-Invest: Wie Big Techs KI-Umsaetze sich im Kreis drehen!
Die Zentralbank der Zentralbanken warnt vor der KI-Blase, Google und Amazon feiern Rekordgewinne, die zur Haelfte aus Buchgewinnen auf ein und dieselbe Firma bestehen, und amerikanische Rentner finanzieren ueber Umwege die GPUs von Elon Musk. Willkommen in einem System, in dem sich Big Tech seine Gewinne faktisch selbst ueberweist – voellig legal, oeffentlich dokumentiert und von der Aufsicht bewusst ignoriert. Das ist die Geschichte eines Perpetuum mobiles aus Geld, und warum sein Ende ausgerechnet aus Cupertino kommen koennte!

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Prolog zum eingrooven
Es gibt Momente, in denen selbst die leisesten Institutionen laut werden. Die Bank fuer Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel ist so eine Institution. Die "Zentralbank der Zentralbanken" formuliert ihre Warnungen normalerweise in einem Ton, der irgendwo zwischen Beipackzettel und Wetterbericht liegt... am 28. Juni 2026 hat sie diesen Ton verlassen!
Im Annual Economic Report 2026 benennt die BIZ den KI-Investitionsboom als einen von vier zentralen "pressure points" fuer die Weltwirtschaft. Sie vergleicht das aktuelle Geschehen mit der britischen Eisenbahnblase der 1840er Jahre, der Elektrifizierungseuphorie der 1920er und dem Dotcom-Crash. Und sie benutzt einen Begriff, der es in sich hat: "circular financing", also zirkulaere Finanzierung!
Chiphersteller und Hyperscaler kaufen sich in KI-Labore ein, die sich dann verpflichten, genau bei diesen Investoren Chips und Rechenleistung einzukaufen. Die fuenf groessten Hyperscaler, so die BIZ, werden 2025 und 2026 zusammen mehr als eine Billion Dollar investieren – Ausgaben, die inzwischen sowohl die Gewinne als auch den freien Cashflow uebersteigen. Der begleitende BIS Bulletin No. 120 dokumentiert, dass Private-Credit-Fonds 2025 ueber 40 Milliarden Dollar an Krediten an KI-Unternehmen vergeben haben. 2010 waren es rund 3 Milliarden. Noch Fragen?
Wenn die Institution, die 2007 vor der Subprime-Krise gewarnt hat, das Wort "urgency" in den Mund nimmt, dann lohnt es sich hinzuschauen. Also habe ich hingeschaut. Wochenlang. In SEC-Filings, Earnings Reports, Zentralbankpapiere und Analystennotizen. Was ich gefunden habe, ist keine Verschwoerungstheorie. Es ist schlimmer: Es ist alles voellig legal, oeffentlich dokumentiert und passiert direkt vor unseren Augen.
Aber ueberlassen wir erstmal der Gegenseite ihre "Spanische Eroeffnung", bevor ich die Partie mit ner klassischen "Sizilianischen Verteidigung" dann eintueten werde!
Warum das alles auch voellig normal sein koennte
Bevor wir uns in die Zahlen stuerzen, muessen wir fair bleiben. Denn die Verteidigung von Big Tech ist nicht dumm, und wer sie ignoriert, macht es sich zu leicht!
Erstens: Die Chips sind echt. Wenn Nvidia GPUs verkauft, werden diese GPUs geliefert, verbaut und genutzt. xAIs Colossus-Supercomputer in Memphis rechnet wirklich. Anthropics Modelle laufen wirklich auf Google-Infrastruktur (und inzwischen auch bei xAI). Das unterscheidet die Lage fundamental von Enron, wo Energie gehandelt wurde, die nie floss. Vendor Financing – also dass ein Hersteller seinen Kunden den Kauf der eigenen Produkte finanziert – ist so alt wie der Kapitalismus. IBM hat es gemacht, Lucent hat es gemacht, die Autoindustrie lebt praktisch davon.
Zweitens: Die Bilanzierung ist regelkonform. Wenn Alphabet seine Anthropic-Beteiligung nach US-GAAP zum Marktwert neu bewertet und den Buchgewinn ausweist, dann ist das kein Trick, sondern Vorschrift. Mark-to-Market-Bewertung von Beteiligungen ist Standard. Und wenn Anthropic Rechenleistung bei Google Cloud einkauft, ist das legitimer Umsatz... zumindest solange die Leistung tatsaechlich erbracht wird, aber genau das ist hier ja der Fall.
Drittens: Fruehe Infrastrukturphasen sehen immer so aus. Auch die Eisenbahnen der 1840er, auf die die BIZ verweist, haben am Ende Grossbritannien industrialisiert. Die Blase platzte, die Schienen blieben. Wer heute Rechenzentren baut, baut vielleicht die Schienen des 21. Jahrhunderts.
Das ist die beste Version des Bullenarguments. Sie ist nicht falsch. Aber sie beantwortet die entscheidende Frage nicht: Wenn alles so solide ist... warum sehen die Zahlen dann aus, als haette jemand ein Perpetuum mobile aus Geld gebaut?
Zeit fuer einen Ausflug und eine umfangreiche Fuehrung durch meine kleine Asservatenkammer.
Beweisstueck A: Der Rekordgewinn, der keiner war
Am 29. April 2026 legte Alphabet Zahlen fuer das erste Quartal vor, die auf den ersten Blick spektakulaer aussahen: 109,9 Milliarden Dollar Umsatz (plus 22 Prozent), 62,6 Milliarden Dollar Nettogewinn (plus 81 Prozent), ein Gewinn je Aktie von 5,11 Dollar (plus 82 Prozent). Die Schlagzeilen feierten das Cloud-Geschaeft.
Wer allerdings nicht die Schlagzeilen liest, sondern das 8-K-Filing bei der SEC, findet einen unscheinbaren Satz mit grosser Wirkung: "Other income reflected a net gain of $37.7 billion, primarily the result of net unrealized gains on our non-marketable equity securities." Im 10-Q steht die Zeile dann nackt in der Tabelle: "Gain (loss) on equity securities, net: $36,915"... Millionen, versteht sich.
Uebersetzt: 37,7 Milliarden Dollar des Quartals stammen aus "sonstigen Ertraegen" ... und zwar primaer aus unrealisierten Buchgewinnen auf nicht boersennotierte Beteiligungen. Der mit Abstand groesste Brocken darin: die Neubewertung der Anthropic-Beteiligung. Alphabet selbst rechnet im Earnings Release vor, dass der Bewertungsgewinn von 36,9 Milliarden Dollar den Nettogewinn um 28,7 Milliarden und den Gewinn je Aktie um 2,35 Dollar erhoeht hat. Rechnet man diesen Effekt heraus, wird laut CNBC aus dem gefeierten Earnings Beat ein Verfehlen der Erwartungen um etwa einen Cent. Das operative Ergebnis... also das, was Alphabet mit seinem eigentlichen Geschaeft verdient... wuchs um 30 Prozent auf 39,7 Milliarden. Solide... aber eben nicht plus 82 Prozent!

Bei Amazon dasselbe Muster, nur mit anderer Hausnummer. Nettogewinn im Q1 2026: 30,3 Milliarden Dollar, plus 77 Prozent. Und in der eigenen Pressemitteilung steht schwarz auf weiss: "pre-tax gains of $16.8 billion... from our investments in Anthropic." Mehr als die Haelfte des Gewinnsprungs ist ein Papiergewinn auf eine Beteiligung an einem Unternehmen, das nicht boersennotiert ist und dessen Bewertung sich aus privaten Finanzierungsrunden ableitet. Gleichzeitig kollabierte Amazons freier Cashflow um rund 95 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar, waehrend die Investitionsausgaben auf 44,2 Milliarden im Quartal stiegen.
Das Fortune-Magazin brachte es am 30. April auf den Punkt: Die Haelfte der "Blowout AI Profits" von Google und Amazon stammt aus einer Beteiligung an Anthropic -- nicht aus dem eigentlichen Geschaeft.
Und jetzt kommt wieder unser Lieblings-Investor und Big Tech-User Ralf aus Recklinghausen ins Spiel:
- Ralf hat einen ETF-Sparplan auf den MSCI World.
- Ralf liest in der Zeitung: "Google-Gewinn explodiert dank KI."
- Ralf denkt: Laeuft!
Was Ralf nicht weiss: Ein erheblicher Teil dieses Gewinns ist die Neubewertung einer Beteiligung an einer Firma, deren Wert davon abhaengt, dass Investoren – unter anderem Google selbst – ihr immer hoehere Bewertungen zusprechen.
Ralfs ETF ist voll mit diesen Aktien und das bedeutet auch, dass seine Altersvorsorge an einem Buchgewinn haengt.
Beweisstueck B: Der Kreislauf -- 10 Milliarden rein, 200 Milliarden Umsatzversprechen zurueck
Warum ist eigentlich die Anthropic-Bewertung so explodiert, dass sie Alphabets und Amazons Quartalszahlen tragen kann? Schauen wir uns die Chronologie des Investment-Wahnsinns mal in Ruhe an:
April 2026: Google kuendigt eine massive Ausweitung seiner Anthropic-Partnerschaft an... ein TPU-Deal ueber mehrere Gigawatt Rechenkapazitaet (rund 1 GW noch 2026, weitere etwa 3,5 GW ueber Broadcom ab 2027). Parallel verpflichtet sich Alphabet zu einer Investition von mindestens 10 Milliarden Dollar in Anthropic, mit Aufstockungsoptionen bis zu 40 Milliarden bei Erreichen bestimmter Meilensteine.

5. Mai 2026: The Information berichtet, von Reuters am selben Tag aufgegriffen: Anthropic verpflichtet sich, ueber fuenf Jahre rund 200 Milliarden Dollar fuer Google Cloud auszugeben.
Ein Monat... also von der Investition zum Umsatzversprechen in der zwanzigfachen Hoehe! Diese Verpflichtung allein macht Anthropic zu mehr als 40 Prozent von Googles ausgewiesenem Cloud-Backlog von rund 460 Milliarden Dollar. Anders formuliert: Fast die Haelfte von Googles vertraglich zugesichertem Cloud-Zukunftsumsatz kommt von einer einzigen Firma, an der Google selbst beteiligt ist und deren Bewertungssprung Googles eigenen Quartalsgewinn befeuert hat! Da halte ich ja die Kuendigungsfrist von 90 Tagen und die Vermietung der xAI-Kappa an Anthropic fuer ein nahezu serioeses und nachhaltiges Geschaeft, welches ihr euch uebrigens hier geben koennt:

Bei Amazon ist das Muster womoeglich noch ausgepraegter: AWS erweiterte sein Commitment mit Anthropic um 100 Milliarden Dollar ueber acht Jahre, Anthropic wird bis zu 5 Gigawatt Amazon-Trainium-Kapazitaet nutzen – und Amazon schrieb seine Anthropic-Beteiligung im selben Quartal um 12,3 Milliarden Dollar nach oben.
Der Mechanismus, den Kritiker wie der Finanz-YouTuber Sasha Yanshin schon im Oktober 2025 beschrieben haben, funktioniert vereinfacht so: Investiere in ein KI-Labor. Das Labor gibt das Geld (und ein Vielfaches davon, finanziert durch weitere Investoren) fuer deine Cloud aus. Dein Cloud-Umsatz waechst, dein Backlog explodiert, deine Aktie steigt. Die naechste Finanzierungsrunde des Labors findet zu hoeherer Bewertung statt... und deine Beteiligung wirft einen Buchgewinn ab, der deinen Nettogewinn aufblaeht. Wiederhole... und so weiter, und so fort:
Hier ist Praezision wichtig, und die schulden wir uns bei MeTacheles selbst: Das ist kein dokumentierter Betrug. Jede einzelne Transaktion hat wirtschaftliche Substanz schliesslich wied die Rechenleistung ja geliefert und die Modelle laufen. Nach US-GAAP ist das alles sauber. Regulatoren reservieren den Begriff "Round-Tripping" fuer Scheingeschaefte ohne Substanz, und das liegt hier nicht vor.
Aber genau das ist der Punkt, der mich nicht loslaesst: Man braucht keinen Betrug, um ein System zu bauen, in dem sich Bewertungen gegenseitig hochschaukeln, ohne dass von aussen frisches Geld in relevantem Umfang dazukommt. Die BIZ nennt es circular financing. Ich nenne es ein Perpetuum mobile – und wir alle wissen, was Physiker von Perpetuum mobiles halten
Beweisstueck C: Omas Rente finanziert Grok
Wenn es um die dunkelste Ecke dieses Systems geht, muessen wir ueber Michael Burry sprechen. Ja, der Michael Burry aus "The Big Short". Man kann von seinen Dauerwarnungen halten, was man will... aber was er am 29. und 31. Mai 2026 auf seinem Substack "Cassandra Unchained" veroeffentlicht hat, verdient Aufmerksamkeit, weil es sich anhand oeffentlicher Dokumente nachvollziehen laesst.

Die Struktur, die Burry als "The Retiree/Apollo/Nvidia/Bermuda/AMAPS/xAI Pipeline" skizziert, geht so:
- Nvidia verkauft ueber 100.000 GB200-GPUs im Wert von 5,4 Milliarden Dollar an eine Zweckgesellschaft namens Valor Compute Infrastructure, im Januar 2026 von Valor Equity Partners gegruendet, also dem Investmenthaus, das seit Jahren eng mit Elon Musks Firmenimperium verflochten ist.
- Nvidia verbucht die vollen 5,4 Milliarden als Umsatz. Gleichzeitig steckt Nvidia selbst rund 1,9 Milliarden Dollar Eigenkapital als Anker-Investor in genau diese Zweckgesellschaft.
- Apollo Global Management arrangiert rund 3,5 Milliarden Dollar Fremdkapital, verbrieft die Kredite und verkauft sie an Athene... Apollos eigenen Rentenversicherer.
- Die GPUs werden an eine xAI-Tochter verleast: fuenf Jahre, Triple-Net-Lease. Weder bei Nvidia noch bei xAI tauchen die Assets und Verbindlichkeiten in der Bilanz auf.
Nvidia meldet Umsatz. xAI betreibt Grok. Apollo kassiert Gebuehren. Und die Ausfallrisiken? Die liegen bei Athene – also bei amerikanischen Rentnern, die Annuitaeten gekauft haben. Burry weist zusaetzlich darauf hin, dass Athene 217 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten in eine Bermuda-Tochter verschoben hat, mit einem Leverage von 16,6.
Und die Risiken sind real: Ein Fuenf-Jahres-Leasing auf Chips, die technologisch in etwa zwei Jahren ueberholt sein duerften. Ein einziger Leasingnehmer. Ein Leasingnehmer, dessen Geschaeftsmodell darauf beruht, dass die KI-Nachfrage weiter exponentiell waechst... kann man mal machen!
Zum Steelmanning gehoert auch hier: Nvidia wuerde sagen, das ist klassisches Vendor Financing, die GPUs rechnen real in Memphis. Stimmt... aber Lucent hat in den 1990ern auch real Netzwerktechnik geliefert, die es seinen Kunden per Kredit finanzierte. Als die Kunden pleite gingen, riss es Lucent mit. Der Unterschied heute: Diesmal haengen ueber Apollo und Athene Pensionsgelder direkt in der Kette.
Ralf aus Recklinghausen hat mit Athene nichts zu tun, denkt er. Bis er nachschaut, wo seine betriebliche Altersvorsorge ihre US-Anleihen-Tranchen einkauft. Doppel-Ooopsie!
Beweisstueck D: Der Cashflow-Kollaps, ueber den niemand spricht
Die vielleicht wichtigste Zahl dieses Artikels stammt aus dem Wall Street Journal, dessen Bilanz-Veteran Jonathan Weil – der Mann, der als erster Reporter Enrons Buchhaltung infrage stellte... seit Monaten die KI-Bilanzierung der Hyperscaler seziert. Weils These, zugespitzt: Nach Abzug der Investitionsausgaben, der realen Cash-Kosten aktienbasierter Verguetung und der damit verbundenen Rueckkaeufe bleibt bei einigen der groessten Tech-Konzerne kaum noch echter freier Cashflow uebrig.

Die Zahlen geben ihm recht:
- Der freie Cashflow der fuenf grossen Hyperscaler soll 2026 laut WSJ-Berechnungen um rund 91 Prozent auf etwa 16 Milliarden Dollar einbrechen -- waehrend der ausgewiesene Nettogewinn um 25 Prozent auf rund 506 Milliarden steigt. Lest diesen Satz zweimal. Gewinne rauf, Cash weg. CNBC bezifferte schon im Februar die kombinierten Capex-Plaene der vier groessten auf fast 700 Milliarden Dollar fuer 2026 -- ein Plus von ueber 60 Prozent.
- Amazons freier Cashflow (letzte zwoelf Monate): kollabiert um rund 95 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar.
- Oracle ist bereits negativ: minus 23,7 Milliarden Dollar freier Cashflow im Geschaeftsjahr 2026.
- Die Forschungsorganisation Epoch AI projiziert auf Basis der SEC-Filings, dass die aggregierten Cash-Investitionen der Hyperscaler etwa im dritten Quartal 2026 den operativen Cashflow uebersteigen werden: Capex waechst mit rund 70 Prozent pro Jahr, der operative Cashflow mit 23.
- Die Aktienrueckkaeufe – jahrelang der Treibstoff der Kursrally – fielen im Q1 2026 um rund 64 Prozent. Alphabet kaufte erstmals seit Jahren gar keine eigenen Aktien zurueck.
Dazu kommt das Spiel mit den Abschreibungen: Meta verlaengerte die angenommene Nutzungsdauer seiner Server auf 5,5 Jahre und reduzierte damit die Abschreibungen um 2,9 Milliarden Dollar... ein Buchgewinn per Federstrich.
Weil selbst nannte Metas Off-Balance-Sheet-Konstruktion fuer sein 27-Milliarden-Rechenzentrum in Louisiana eine Bilanzierung, die "zu gut aussieht, um wahr zu sein". Und seine WSJ-Rechnung zur aktienbasierten Verguetung hat es in sich: Metas Rueckkaeufe plus Steuerabzuege auf Mitarbeiteraktien fressen fast 97 Prozent des freien Cashflows – weshalb der Konzern seine Rechenzentrumstraeume ueber Schulden finanziert. Burry schaetzt die branchenweit zu niedrig angesetzten Abschreibungen fuer 2026 bis 2028 auf rund 176 Milliarden Dollar. Das ist wohlgemerkt eine Schaetzung... aber Amazon lieferte den Kontrapunkt gleich mit: Der Konzern verkuerzte die Nutzungsdauer seiner Server auf fuenf Jahre und nahm eine beschleunigte Abschreibung von 920 Millionen Dollar vor. Wenn zwei Hyperscaler bei identischer Hardware in entgegengesetzte Richtungen bilanzieren, sagt einem das alles ueber die Bandbreite des Ermessensspielraums.
Vor fuenf Jahren waren diese Konzerne Gelddruckmaschinen. Heute pumpen sie jeden verdienten Dollar – und zunehmend geliehene Dollars, siehe BIS Bulletin 120 – in Rechenzentren, deren Auslastung auf Umsatzversprechen von Firmen beruht, an denen sie selbst beteiligt sind.
Der Elefant im Serverraum: Wozu das alles, wenn China guenstiger liefert?
Die ganze Billionen-Wette hat eine stillschweigende Grundannahme: dass die geplanten Ertraege irgendwann kommen und dass sie bei den amerikanischen Frontier-Laboren landen. Genau diese Annahme broeckelt an zwei Fronten gleichzeitig.

Front eins: Die Konkurrenz aus China. Auf OpenRouter, der groessten neutralen Vermittlungsplattform fuer KI-Modelle, ist der Token-Anteil amerikanischer Modelle von rund 70 auf rund 30 Prozent gefallen; chinesische Open-Weight-Modelle halten seit Februar 2026 konstant ueber 30 Prozent, in der Spitze 46. Citi-Analysten zufolge sprang der Open-Source-Anteil von 34 Prozent im Januar auf 65 Prozent im Juni. CNBC berichtete am 7. Juli 2026, dass Z.ais GLM 5.2 auf einem vielbeachteten Agentic-Benchmark bis auf einen Prozentpunkt an Anthropics Spitzenmodell heranreicht – zu etwa einem Fuenftel der Kosten, und dass chinesische Open-Source-Modelle laut OpenRouter-Daten 60 bis 90 Prozent guenstiger laufen.
Coinbase hat seine KI-Ausgaben halbiert und laesst rund 1.200 Agenten auf GLM und Kimi laufen. Airbnb-Chef Brian Chesky lobt Alibabas Qwen oeffentlich als "very good... fast and cheap". Shopify hat ein Qwen-Modell feingetunt und meldet eine 75-fache Kostenreduktion pro Einheit. Selbst Microsoft prueft, DeepSeek auf Azure anzubieten. Dazu kommt ein Faktor, den vor einem Jahr niemand auf der Rechnung hatte: US-Frontier-Modelle sind neuerdings politisch widerrufbar – die Trump-Administration zwang Anthropic zeitweise, sein leistungsfaehigstes Modell vom Markt zu nehmen, was den Wechsel zu Open-Weight-Alternativen zusaetzlich beschleunigte.

Ein Modell, das auf dem eigenen Server liegt, kann einem niemand per Dekret abschalten. Der Rueckstand der chinesischen Modelle? Das US-Standardisierungsinstitut CAISI bezifferte ihn im Mai 2026 auf etwa acht Monate. Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen: Acht Monate Vorsprung... fuer eine Billion Dollar Capex... na Horrido sag ich da!
Und ja, hier gehoert ne Ladung mehr Transparenz hin: Die viral kursierenden Listen angeblicher Wechsler (darunter Namen wie Siemens oder Uber Eats) stammen teils aus Social-Media-Posts und sind nicht alle unabhaengig verifiziert. Die oben genannten Faelle – Coinbase, Airbnb, Shopify, Cursor – sind es. Stop the Slop gilt auch fuer Zahlen, die einem ins eigene Narrativ passen!
Without human direction, you have compute running in circles - Satya Nadella
Front zwei: Die Realitaet in den Unternehmen. Die vielzitierte Studie von Entelligence AI (ueber eine Million Pull Requests aus 2.444 Engineering-Organisationen) kommt zum Ergebnis, dass von jedem Dollar KI-Ausgaben nur 18 Cent produktiv ankommen... 44 Cent gehen fuer das Fixen KI-generierter Bugs drauf, 27 fuer Nacharbeit, 11 fuer Review-Friktion. Wichtig: Das ist eine Einzelanbieter-Studie mit intransparenter Methodik, und unabhaengige Nachpruefungen halten die genaue Zahl fuer eher wackelig.
Aber die Richtung wird von anderen Quellen gestuetzt: Workday findet rund 40 Prozent der KI-Zeitersparnis durch Nacharbeit wieder aufgefressen; laut Orgvue haben 39 Prozent der Fuehrungskraefte wegen KI Stellen gestrichen -- und 55 Prozent davon nennen das inzwischen einen Fehler. Robert Half misst laut Fast Company, dass 32 Prozent der US-Hiring-Manager KI-bedingt gestrichene Stellen spaeter exakt wieder besetzt haben... "AI Boomerang" heisst das Phaenomen inzwischen; Megan Slabinski von Robert Half bringt es dort auf die Formel, dass Firmen, die zu schnell auf KI umgestellt haben, jetzt sehen, wo sie in der Praxis versagt.

Die Anekdoten dazu liefert der Markt frei Haus. Starbucks beerdigte im Mai 2026 nach nur neun Monaten sein KI-Inventursystem "Automated Counting" (entwickelt mit NomadGo, ausgerollt in ueber 11.000 nordamerikanischen Filialen), weil es laut Reuters Milchsorten verwechselte, Flaschen im eigenen Werbevideo uebersah und Baristas am Ende alles doppelt zaehlten. Duolingo-Chef Luis von Ahn musste sein "AI-first"-Memo oeffentlich einkassieren und raeumte ein, dass rund 20 Prozent der KI-generierten Lerngeschichten unbrauchbarer "Slop" sind.
Und selbst die Cheerleader werden leiser: Sam Altman erklaerte am 26. Mai 2026 in Sydney, er sei "delighted to be wrong" mit seinen Prognosen zur Job-Apokalypse. Satya Nadella schrieb am 14. Juni 2026 in einem viral gegangenen Essay auf X ("A frontier without an ecosystem is not stable") den bemerkenswerten Satz: "Without human direction, you have compute running in circles." Compute, das im Kreis laeuft. Der Microsoft-CEO haette das Perpetuum mobile nicht schoener beschreiben koennen.
Wobei... eine kleine Ergaenzung zur Altman-Prognose sei erlaubt: Er argumentiert ja gerade, dass die Jobs bleiben, weil der "menschliche Teil" nicht auslagerbar sei. Schoen. Nur passt das schlecht zu den 725 Milliarden Dollar Capex, die Meta, Amazon, Microsoft und Alphabet dieses Jahr committen – 75 Prozent mehr als 2025 – waehrend dieselben Konzerne ueber 113.000 Stellen gestrichen haben. Man feuert Menschen und kauft GPUs von den Einsparungen. Und Anthropic-Chef Dario Amodei haelt oeffentlich an der Gegenthese fest: bis zur Haelfte der Einstiegsjobs im Buerobereich weg, binnen fuenf Jahren.
Wenn die KI-Branche selbst nicht weiss, ob sie eine Job-Apokalypse verkauft oder deren Ausbleiben feiert – worauf genau basieren dann die Bewertungen?
Apple muss nicht das beste Modell der Welt haben. Apple muss nur die beste Maschine bauen, auf der die freien Modelle aller anderen laufen!
Der Todesstoss koennte aus Cupertino kommen
Und dann ist da noch der Konzern, der bei diesem ganzen Billionen-Spektakel demonstrativ nicht mitspielt. Apple hat keine 100-Milliarden-Deals mit KI-Laboren, keine Zweckgesellschaften voller GPUs, keine zirkulaeren Cloud-Commitments. Apple wurde dafuer zwei Jahre lang als KI-Verlierer verspottet. Ich glaube inzwischen: Apple spielt ein anderes Spiel. Und es koennte das einzige sein, das am Ende aufgeht.

Am 12. Juli 2026 berichtete Bloombergs Mark Gurman, von heise aufbereitet, dass Apple seine gesamte Chip-Roadmap umgeworfen hat -- und zwar wegen KI. Die Pro-, Max- und Ultra-Varianten der M6-Generation werden komplett uebersprungen, nur der Basis-M6 kommt noch. Stattdessen zieht Apple die M7-Familie vor: Basis-M7 in der ersten Haelfte 2027, Pro und Max Ende 2027, und 2028 ein M7 Ultra, der bis zu 1,5 Terabyte Unified Memory adressieren kann -- so viel wie zuletzt der Intel Mac Pro von 2019 -- bei laut Bloomberg "signifikant" beschleunigten Neural Engines, mit denen Apple in die Leistungsklasse von Nvidias Blackwell-Beschleunigern vorstossen will. Schon Ende 2026 soll ein M5 Ultra mit bis zu 768 Gigabyte kommen. KI sei bei Apple, so Bloomberg, kein Feature mehr, sondern von zentraler Bedeutung.
Warum ist ausgerechnet die Speichergroesse der Sprengsatz? Weil Unified Memory der eine Flaschenhals ist, der lokale KI bisher von Frontier-Qualitaet trennt. Grosse Modelle sind Speicherfresser... und genau hier schliesst sich der Kreis zu den chinesischen Open-Weight-Modellen von weiter oben: Die Modelle, die heute schon nur acht Monate hinter der Spitze liegen und die frei verfuegbar sind, passen morgen komplett in den Arbeitsspeicher eines Mac Studio. Kein Abo. Keine API. Kein Token-Zaehler. Keine Cloud, die einem per Dekret aus Washington abgeschaltet werden kann... Einmal Hardware kaufen, Intelligenz fuer Jahre besitzen!
Jetzt legen wir mal die Zahlen nebeneinander: Die Hyperscaler verbrennen eine Billion Dollar fuer Rechenzentren, deren Refinanzierung darauf beruht, dass Milliarden Menschen und Millionen Firmen dauerhaft monatliche Abos und API-Gebuehren zahlen. Apples Wette ist die exakte Gegenthese: Wenn "gut genug" lokal laeuft – und die OpenRouter-Daten zeigen, dass "gut genug" fuer die meisten Anwendungen laengst erreicht ist – dann kollabiert das Abo-Modell genau in dem Moment, in dem die Rechenzentren fertig gebaut sind. Apple muss dafuer nicht einmal das beste Modell der Welt haben. Apple muss nur die beste Maschine bauen, auf der die freien Modelle aller anderen laufen. Der Konzern haette damit das perfekte Timing der Geschichte: Er wuerde das Abo-Geschaeft der Konkurrenz mit einem Produkt beerdigen, das er seit fuenfzehn Jahren perfektioniert –einem Computer, den man kauft und besitzt.
Kleine Ergaenzung, bevor ihr schon mal den Kauf eines neuen Desktop-Rechners auf das naechste Jahr verschieben wollt: Das ist eine Bloomberg-Meldung ueber Chips, die 2027 und 2028 erscheinen sollen, keine Apple-Ankuendigung. Die globale Speicherknappheit – SK Hynix' CEO warnt fuer 2027 vor dem schlimmsten Engpass aller Zeiten – koennte die 1,5-Terabyte-Konfiguration verhindern oder absurd verteuern; Schaetzungen fuer den Vollausbau liegen jenseits von 35.000 Dollar.
Das ist kein Geraet fuer unsern "Ralle aus Recklinghausen"... noch nicht! Aber die Richtung ist unmissverstaendlich, und sie ist fuer die Bewertungslogik der Hyperscaler toedlich: Die Hardware-Kurve macht lokale Intelligenz jedes Jahr billiger, waehrend die Rechenzentrums-Schulden jedes Jahr faellig werden. Ralfs uebernaechstes MacBook koennte mehr KI lokal ausfuehren, als sein heutiges Abo aus der Cloud liefert. Und dann stellt sich die Billionen-Frage: Wer zahlt dann noch fuer Tokens?
Wozu die GDP-Statistik schweigt
Wie sehr die US-Wirtschaft inzwischen an diesem einen Tropf haengt, hat Harvard-Oekonom Jason Furman, frueherer Chef des Council of Economic Advisers, in einem einzigen Tweet zusammengefasst: Investitionen in Informationstechnik und Software machen 4 Prozent des US-BIP aus – waren aber fuer 92 Prozent des BIP-Wachstums im ersten Halbjahr 2025 verantwortlich. Ohne diese Kategorien wuchs die US-Wirtschaft mit einer annualisierten Rate von 0,1 Prozent.
Investment in information processing equipment & software is 4% of GDP.
— Jason Furman (@jasonfurman) September 27, 2025
But it was responsible for 92% of GDP growth in the first half of this year.
GDP excluding these categories grew at a 0.1% annual rate in H1. pic.twitter.com/7p1eAI1aAa
Auch hier die noetige Einordnung, die in den viralen Zitaten meist fehlt: Furman selbst warnt, das sei "kein Kontrafaktual"... ohne den KI-Boom haetten niedrigere Zinsen und Strompreise einen Teil des Wachstums anderweitig erzeugt, vielleicht die Haelfte. Und Oekonom Ernie Tedeschi haelt entgegen, dass ein Grossteil der Ausruestung importiert wird und der echte BIP-Beitrag deutlich kleiner ist.
Aber selbst in der konservativsten Lesart bleibt: Der KI-Capex-Boom ist der dominante Wachstumstreiber der groessten Volkswirtschaft der Welt. Was passiert, wenn er stockt, kann sich jeder selbst ausmalen. Microsoft hat schon Anfang 2025 vorgemacht, wie schnell es gehen kann, als der Konzern laut TD-Cowen-Analysen rund 2 Gigawatt an geplanter Rechenzentrumskapazitaet in den USA und Europa aufgab... Nadella selbst raeumte ein: "there will be an overbuild."
Und die Aufsicht? Schlaeft nicht. Sie schaut bewusst weg.
Man koennte meinen, bei alldem muesste die SEC laengst Akten anlegen. Das Gegenteil ist dokumentiert... und ganz ehrlich, das wundert mich angesichts der aktuellen Regierung auch nicht wirklich: SEC-Chef Paul Atkins erklaerte am 4. Dezember 2025 vor dem Investor Advisory Committee, man solle "der Versuchung widerstehen, fuer jedes 'neue Ding' praeskriptive Offenlegungspflichten zu erlassen". Am 4. Maerz 2026 bekraeftigte er beim FSOC-Roundtable den prinzipienbasierten Ansatz. Die hauseigene AI Task Force existiert seit August 2025... verfolgt aber primaer "AI Washing", also irrefuehrende KI-Marketingversprechen. Zirkulaere Finanzierung, Related-Party-Deals in der KI-Infrastruktur, Off-Balance-Sheet-Konstruktionen? Keine Untersuchung, keine neue Regel, nicht einmal die vom eigenen Beirat empfohlene Disclosure-Guidance wurde uebernommen.
Es ist alles legal. Das ist keine Entwarnung... Das ist die Diagnose!
Und es gibt eine Erklaerung dafuer, warum das so bleibt. Verity Harding, von 2016 bis 2020 Global-Policy-Chefin bei Google DeepMind, hat sie in einem WIRED-Interview vom 8. Juli 2026 geliefert: Das allgegenwaertige "AI Arms Race"-Narrativ wird von zwei Stroemungen getragen... einer, die aufrichtig glaubt, Demokratien muessten die Schluessel zu dieser Technologie halten, und einer Anti-Regulierungs-Fraktion, fuer die China der nuetzliche Buhmann ist. Ihre Formel: "If you regulate us, you let China win." Und die Labs, sagt Harding, sind an dieser Rhetorikverschiebung nicht unschuldig... wer KI zum Wettruesten erklaert, verschafft sich selbst Macht, weil dann nur die eigenen Firmen die Antwort haben duerfen.
Da ist er also, der politische Schutzschild: Eine Billion Dollar Capex, zirkulaere Deals und Off-Balance-Sheet-Konstruktionen bleiben unantastbar, solange jede Regulierung als Geschenk an Peking gerahmt werden kann.
Was das fuer uns in Europa bedeutet
Und jetzt der Teil, der mich als jemanden, der seit knappen 20 Jahren aus Taiwan auf diese Branche schaut, wirklich umtreibt: Europa steht bei diesem Spiel nicht am Tisch. Europa ist der Einsatz!
Unsere Pensionsfonds und Versicherer halten die Anleihen und Aktien, die an dieser Bewertungsspirale haengen. Unsere Unternehmen bauen ihre Prozesse auf APIs von genau den Frontier-Laboren, deren Oekonomie die BIZ als Blasenrisiko einstuft. Unsere Politik subventioniert derweil Rechenzentren fuer Hyperscaler, deren Capex-Modell die eigene Zentralbanken-Zentralbank fuer nicht nachhaltig haelt. Und die Ironie des Jahres 2026: Ausgerechnet die chinesischen Open-Weight-Modelle beweisen gerade, dass man KI-Faehigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten bekommt... lokal betreibbar, ohne Datenabfluss, ohne API-Abhaengigkeit.

Die Lektion fuer europaeische digitale Souveraenitaet schreibt sich fast von selbst: Wer jetzt seine KI-Strategie auf Open-Weight-Modelle, eigene Infrastruktur und Unabhaengigkeit von der amerikanischen Bewertungsmaschine baut, ist beim Platzen der Blase nicht Kollateralschaden, sondern Profiteur! Die Schienen der Eisenbahnblase blieben liegen, als das Kapital verbrannt war. Die Open Source- Modelle bleiben auch. Man muss sie nur nutzen!
Verity Harding, die souveraene Kapazitaet in Europa fuer "really, really important" haelt, warnt im selben WIRED-Interview vor dem Endpunkt der Alternative: Wer das Wettruesten-Framing schluckt und sich hinter einer der beiden Supermaechte einreiht, endet als "vassal state"... als kleine Schachfigur auf fremdem Brett!
Ihr Gegenentwurf ist eine Koalition der Mittelmaechte: Kanada, Frankreich, Japan, Suedkorea, Indien, Grossbritannien... jede mit eigenem Hebel, von kritischen Mineralien bis zu Talent und Skalierung. Man darf ergaenzen: Deutschland und die EU gehoeren auf diese Liste, wenn sie sich nicht laenger einreden lassen, das ganze Spiel sei ein binaeres Rennen zwischen Washington und Peking. Denn Hardings wichtigster Satz gilt auch fuer die Bilanzfrage: Wer das Narrativ glaubt, macht es wahr!
Die BIZ hat gewarnt. Die Bilanzen liegen offen. Die SEC schaut zu. Und Ralf aus Recklinghausen? Der sollte zumindest wissen, worauf sein Sparplan gerade wettet.
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Sascha
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Quellen
Primaerquellen (Filings, Berichte, Originalstatements)
- Bank fuer Internationalen Zahlungsausgleich: Annual Economic Report 2026, Kapitel 1 (28. Juni 2026) -- https://www.bis.org/publ/arpdf/ar2026e1.htm
- BIS Bulletin No. 120: "Financing the AI boom: from cash flows to debt" -- https://www.bis.org/publ/bisbull120.htm
- Alphabet Inc.: Q1 2026 8-K-Filing / Exhibit 99.1 (29. April 2026), SEC EDGAR -- https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/0001652044/000165204426000043/googexhibit991q12026.htm
- Alphabet Inc.: Form 10-Q, Quartal zum 31. Maerz 2026 (Detailtabelle "Gain on equity securities: $36,915 Mio."), SEC EDGAR -- https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/0001652044/000165204426000048/goog-20260331.htm
- Alphabet Inc.: Q1 2026 Earnings Release (PDF, inkl. Aufschluesselung des 36,9-Mrd.-Effekts auf Nettogewinn und EPS) -- https://s206.q4cdn.com/479360582/files/doc_financials/2026/q1/2026q1-alphabet-earnings-release.pdf
- Amazon.com Inc.: Q1 2026 Earnings Release ("pre-tax gains of $16.8 billion... from our investments in Anthropic"), Investor Relations -- https://ir.aboutamazon.com/
- Jason Furman: Post auf X zu Informationstechnik-Investitionen und BIP-Wachstum H1 2025 (27. September 2025) -- https://x.com/jasonfurman/status/1971995367202775284
- Michael Burry: "Cassandra Unchained" (Substack), Beitraege vom 29. und 31. Mai 2026 zur Nvidia/Valor/Apollo/Athene/xAI-Struktur -- https://cassandraunchained.substack.com/
- SpaceX: Form S-1 Registration Statement, SEC EDGAR -- https://www.sec.gov/cgi-bin/browse-edgar
- Satya Nadella: "A frontier without an ecosystem is not stable" (Essay auf X, 14. Juni 2026) -- https://x.com/satyanadella/status/2066182223213293753
Journalistische Quellen und Analysen
- The Register: "How the AI bubble could pop and take down the global economy, according to the BIS" (29. Juni 2026) -- https://www.theregister.com/ai-and-ml/2026/06/29/how-the-ai-bubble-could-pop-and-take-down-the-global-economy-according-to-the-bis/5263793
- Fortune: "Half of Google's and Amazon's 'blowout AI profits' came from a stake in Anthropic -- not from their actual business" (30. April 2026) -- https://fortune.com/2026/04/30/google-amazon-ai-profits-anthropic-stake-bubble-earnings-2026/
- CNBC: "Alphabet (GOOGL) Q1 2026 earnings" -- Analyse des Beteiligungsgewinns von 37 Mrd. USD und des Ein-Cent-Miss (29. April 2026) -- https://www.cnbc.com/2026/04/29/alphabet-googl-q1-2026-earnings.html
- OpenTools: "Amazon's Best Quarter in Years Was Half-Built on a $16.8B Anthropic Paper Gain" -- https://opentools.ai/news/amazon-best-quarter-half-built-16-billion-anthropic-paper-gain
- The Information: "Anthropic Commits to Spending $200 Billion on Google's Cloud and Chips" (5. Mai 2026) -- https://www.theinformation.com/articles/anthropic-commits-spending-200-billion-googles-cloud-chips
- Reuters (via U.S. News): "Anthropic Commits to Spending $200 Billion on Google's Cloud and Chips" (5. Mai 2026) -- https://www.usnews.com/news/top-news/articles/2026-05-05/anthropic-commits-to-spending-200-billion-on-googles-cloud-and-chips-the-information-reports
- Time: "Sam Altman Says AI 'Jobs Apocalypse' Probably Won't Happen" (26. Mai 2026) -- https://time.com/article/2026/05/26/sam-altman-ai-job-losses-openAI-/
- CNBC: "Chinese AI models are gaining ground with U.S. companies as OpenAI, Anthropic costs surge" (7. Juli 2026) -- https://www.cnbc.com/2026/07/07/chinese-ai-models-costs-us-openai-anthropic.html
- CNBC: "Employers who laid off workers citing AI are already starting to regret it" (Orgvue-, Robert-Half- und Forrester-Daten, 1. Juli 2026) -- https://www.cnbc.com/2026/07/01/employers-who-laid-off-workers-for-ai-are-reversing-their-decisions.html
- CNBC: "Tech AI spending approaches $700 billion in 2026, cash taking big hit" (6. Februar 2026) -- https://www.cnbc.com/2026/02/06/google-microsoft-meta-amazon-ai-cash.html
- CNBC/Reuters: "Starbucks scraps AI inventory tool across North America" (21. Mai 2026) -- https://www.cnbc.com/2026/05/21/starbucks-scraps-ai-inventory-tool-across-north-america.html
- Fortune: "Starbucks quietly retires its AI inventory tool after barista complaints of inaccuracies" (28. Mai 2026) -- https://fortune.com/2026/05/28/starbucks-quietly-retired-ai-inventory-agent-barista-complaints-hallucinations/
- Fast Company: "Why some companies are rehiring employees they laid off due to AI" (Zitat Megan Slabinski, Robert Half) -- https://www.fastcompany.com/91554983/ai-boomerang-why-some-companies-are-rehiring-employees-they-laid-off
- Calcbench: "Equity Compensation: The Hidden Cash Drain Forcing Meta to Borrow for AI" (Analyse der WSJ-Kolumne von Jonathan Weil, Februar 2026) -- https://www.calcbench.com/blog/post/blogger8060153613192114208/Equity-Compenstation-The-Hidden-Cash-Drain-Forcing-Meta-to-Borrow-for-AI
- Wall Street Journal (Jonathan Weil): Analysen zur Hyperscaler-Bilanzierung, u.a. zu Metas Off-Balance-Sheet-Konstruktion in Louisiana (November 2025) und zum prognostizierten Free-Cash-Flow-Einbruch der Hyperscaler 2026 (Paywall; sekundaer dokumentiert via Calcbench, Nr. 24)
- Bisnow: "Microsoft Canceling Data Center Leases, Walking Away From Deals, Analysts Say" (TD-Cowen-Analysen, Fruehjahr 2025) -- https://www.bisnow.com/national/news/data-center/microsoft-is-stepping-away-from-more-than-2gw-of-data-center-capacity-128681
- Bloomberg: Berichte zu Microsofts Rechenzentrums-Stornierungen (24. Februar 2025); Interview Brian Chesky zu Alibaba Qwen
- Rapid Response Podcast (Bob Safian): Interview mit Duolingo-CEO Luis von Ahn (13. Mai 2026)
- WIRED (Joel Khalili): "This Former DeepMind Exec Thinks the AI Arms Race Could End in Disaster" -- Interview mit Verity Harding zur Anthologie "Reframing the AI Arms Race" (8. Juli 2026) -- https://www.wired.com/story/verity-harding-ai-arms-race-dangers-anthology/
- heise online: "M-Chips: M7 with up to 1.5 TB -- and why Apple is skipping the M6" (Aufbereitung des Bloomberg-Power-On-Newsletters von Mark Gurman, 12./13. Juli 2026) -- https://www.heise.de/en/news/M-Chips-M7-with-up-to-1-5-TB-and-why-Apple-is-skipping-the-M6-11362835.html
- Bloomberg (Mark Gurman, Power On Newsletter, 12. Juli 2026): Apple-Chip-Roadmap -- M6 Pro/Max/Ultra gestrichen, M7-Familie vorgezogen, M7 Ultra mit bis zu 1,5 TB Unified Memory und Blackwell-Klasse-Ambition
Studien und Daten
- Entelligence AI Research: Analyse von ueber 1 Mio. Pull Requests aus 2.444 Engineering-Organisationen ("18 Cents"-Studie, Stand Mai 2026) – Einzelanbieter-Daten, Methodik nicht vollstaendig offen
https://research.entelligence.ai - Epoch AI: "Hyperscaler Capex to Exceed Cash Flow by Q3 2026" (Analyse der SEC-Filings von Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta, Oracle) -- https://epoch.ai/data-insights/hyperscaler-capex-vs-cash-flow
- US Center for AI Standards and Innovation (CAISI): Bericht zum Faehigkeitsrueckstand chinesischer Modelle (ca. 8 Monate, Mai 2026) https://medium.com/@ZombieCodeKill/nist-silent-as-chinese-models-catch-up-with-usa-models-bb28b0a7c0d9
- OpenRouter: Token-Marktanteilsdaten US-/China-Modelle; Citi-Analyse zum Open-Source-Anteil (34% Januar auf 65% Juni 2026)
https://finance.yahoo.com/technology/ai/articles/chinese-ai-models-now-capture-020440715.html
https://nl.investing.com/news/stock-market-news/opensource-aimodellen-profiteren-van-beperkingen-op-geavanceerde-systemen-aldus-citi-843424 - Robert Half: Umfrage unter 2.000 US-Hiring-Managern (32% Rehiring nach KI-Kuendigungen)
https://www.fastcompany.com/91554983/ai-boomerang-why-some-companies-are-rehiring-employees-they-laid-off - Orgvue: Umfrage 2026 (39% KI-bedingte Stellenstreichungen, 55% davon als Fehler bewertet) https://www.prnewswire.com/news-releases/fortune-500-companies-struggling-to-deliver-tangible-benefits-from-ai-302795807.html
https://www.chip.de/news/kuenstliche-intelligenz/nicht-ausreichend-bedacht-warum-arbeitgeber-beschaeftigte-zurueckholen-die-wegen-ki-entlassen-wurden_e27a4f4a-5d02-4b4e-9d04-a729335ae8ab.html - Workday: Analyse zu KI-Zeitersparnis vs. Nacharbeit (ca. 40% Offset)
https://investor.workday.com/news-and-events/press-releases/news-details/2026/New-Workday-Research-Companies-Are-Leaving-AI-Gains-on-the-Table/default.aspx
Hinweis zur Quellenlage: Einzelne Zahlen in diesem Artikel sind Analystenschaetzungen oder Anbieterdaten und keine testierten Werte – namentlich die Entelligence-"18-Cent"-Studie, die TD-Cowen-Berichte zu Microsofts Storno-Volumen und Burrys 176-Mrd.-Abschreibungsschaetzung. Sie sind im Text entsprechend gekennzeichnet. Die tragenden Saeulen des Artikels – BIZ-Report, Alphabet-8-K, Amazon-Earnings-Release, die Anthropic-Deals und die Burry-Dokumentation – basieren auf Primaerquellen.
Disclaimer: Quellen habe ich via Perplexity recherchiert, Bilder und Infografiken wurden (wenn nicht anders angegeben) mit dem Text to Image-Modell von ChatGPT erstellt. Die Tonspur meines Podcasts wird, wie immer, von der Auphonic-AI nachbearbeitet!







