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Digital Independence Day #1 - Email-Anbieter einfach wechseln

Digital Independence Day #1 - Email-Anbieter einfach wechseln

Accounts, Mail, Cloud, Betriebssystem, Plattformen — vieles in unserem Alltag haengt an wenigen Big-Tech-Konzernen. Und genau deshalb feiern wir den Digital Independence Day: den ersten Schritt raus aus diesen Abhaengigkeiten – Schritt fuer Schritt, bewusst, nachhaltig. In der ersten Ausgabe der Reihe geht es rueber zu sicheren Email-Anbietern!

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Digital Independence Day 2026... und warum deine E-Mail der wichtigste erste Schritt ist

Wie feiert ihr heute euren Unabhaengigkeitstag...? Ja, richtig gehoert: 4. Januar 2026 ist fuer mich der erste echte Digital Independence Day. Nicht als Feiertag mit Konfetti und „wir sind jetzt alle frei“-Pose, sondern als Startschuss fuer etwas, das wir uns seit Jahren schoenreden, aber viel zu selten konsequent machen: uns Schritt fuer Schritt aus den Abhaengigkeiten von Big Tech herausarbeiten.

Digitale Abhaengigkeit heisst im Alltag ganz konkret: Wir geben Kontrolle ab... ueber Daten, Kommunikation, Sichtbarkeit und Reichweite

Und bevor jetzt wieder die Kommentare kommen von wegen „geht doch eh nicht, du brauchst halt Google, du brauchst halt Meta, du brauchst halt Microsoft“... genau darum geht es ja. Niemand sagt, dass du morgen komplett raus bist. Aber wir koennen anfangen, die Abhaengigkeiten abzubauen, bevor sie uns komplett den Hahn zudrehen... technisch, politisch oder wirtschaftlich.

Was ist der Digital Independence Day eigentlich... und warum genau jetzt?

Die Idee dahinter ist simpel: an jedem ersten Sonntag im Monat eine kleine, machbare Aktion, die uns ein Stueck digitaler Unabhaengigkeit zurueckholt. Kein Dogma, kein „alles oder nichts“, sondern praktische Schritte in Richtung demokratiefreundlicher Alternativen, offener Standards und mehr Kontrolle ueber die eigenen Daten.

Und das ist nicht nur ein Nerd-Thema. Digitale Abhaengigkeit heisst im Alltag ganz konkret: Wir geben Kontrolle ab... ueber Daten, Kommunikation, Sichtbarkeit und Reichweite. Accounts werden gesperrt, Inhalte verschwinden, Reichweiten brechen ein, manchmal ohne jede Erklaerung. Gleichzeitig sammeln Plattformmonopole Daten, werten sie aus und machen uns zur Ware, weil am Ende Gewinne maximiert werden muessen.

Das Problem ist aber nicht nur individuell. Wenn wenige Konzerne bestimmen, was sichtbar ist, beeinflussen sie Debatten, Meinungen und perspektivisch auch demokratische Prozesse. Und ja... Abhaengigkeit macht verletzlich. Politische Entscheidungen, wirtschaftliche Interessen oder auch einfach nur technische Ausfaelle koennen ganze Bereiche lahmlegen.

Digital Independence Day

Der Reality-Check... wenn Konten einfach dicht sind

Ich glaube, vielen wurde das Thema erst so richtig bewusst, weil es nicht mehr theoretisch ist. Wir haben gesehen, was passiert, wenn Macht konzentriert ist und jemand entscheidet: „Ne, du jetzt nicht mehr.“

Wenn Konten gesperrt werden, wenn Dienste abgeschaltet werden, wenn sich die digitale Existenz ploetzlich wie ein Mietvertrag anfuehlt, den jemand einseitig kuendigen kann... dann merkst du sehr schnell, wie fragil diese Komfortzone eigentlich ist. Und wenn dann noch weitere Plattformen und Zahlungsdienstleister in die gleiche Richtung agieren, stehst du da und realisierst: Das ist kein Einzelfall. Das ist System.

Und genau deshalb ist diese „wir loesen uns schrittweise“-Logik so wichtig. Nicht aus Moralismus. Nicht aus Technikromantik. Sondern aus Resilienz.

Wer steckt dahinter... und warum das spannend ist

Das ist kein Ein-Personen-Projekt und auch kein „irgendein Verein will Aufmerksamkeit“. Dahinter steht ein breites Buendnis aus unterschiedlichsten Organisationen aus den Bereichen digitale Rechte, Open Source, Zivilgesellschaft und Community-Projekten. Wenn so unterschiedliche Gruppen zusammenkommen, dann ist das meist ein Zeichen dafuer, dass der Leidensdruck gross genug ist.

Und das ist fuer mich der entscheidende Punkt: Das hier ist kein Lifestyle. Das ist Infrastruktur. Das ist Grundversorgung. Und wir behandeln es endlich auch so.

Mein fundamentalster Tipp... fang bei deiner E-Mail an

Jetzt kommt der Teil, der fuer viele erstmal unsexy klingt, aber in Wahrheit der groesste Hebel ist: E-Mail.

Denn E-Mail ist deine erste digitale Identitaet. Deine erste Verteidigungslinie. Dein Reset-Knopf, wenn dir irgendwo ein Account gesperrt wird. Und genau deshalb ist es absurd, dass so viele von uns seit Jahrzehnten an einem einzigen Anbieter haengen, nur weil es bequem ist.

Ich setze genau hier an: Ich habe meine Hauptadresse umgestellt, leite die alte erst mal weiter und stelle Schritt fuer Schritt um. Nicht im „Heute alles umziehen“-Modus, sondern so, dass es alltagstauglich bleibt. Das ist ein Prozess, der nur funktioniert, wenn er realistisch ist.

Und ja, natuerlich ist das Arbeit. Du musst Menschen informieren, Logins aendern, Altlasten sortieren. Aber genau hier liegt der Trick: Wenn du die alte Adresse erst mal weiterleitest, kannst du nach und nach umstellen, ohne dass dir die Bude abfackelt.

Warum Proton... und warum Diversifikation hier alles ist

Ich bin bei Proton gelandet, weil ich diversifizieren will. Nicht alles in einem Land, nicht alles in einem Oekosystem, nicht alles in einer Hand. Mir geht es nicht um irgendeinen Heilsbringer, sondern um eine saubere Basis, auf der ich mein digitales Leben stabiler aufbauen kann.

Proton
Proton provides easy-to-use encrypted email, calendar, cloud storage, password manager, and VPN services, built on the principle of your data, your rules.

Und ja... Usability spielt eine riesige Rolle. Wenn der erste Schritt weh tut, macht ihn keiner. Wenn er sich wie ein normaler Produktwechsel anfuehlt, dann ziehen Leute das durch. Genau das muss das Ziel sein.

Es gibt Alternativen... und genau das ist der Punkt

Wichtig: Das hier ist kein „Proton oder gar nichts“-Dogma. Es gibt gute Alternativen, je nachdem, was einem wichtig ist: Datenschutz, Open Source, Standort, Verschluesselung, Preis, Bedienbarkeit.

AnbieterVerschlüsselungJurisdictionOpen SourceBesonderheit
Proton MailE2EE (Zero-Access)SchweizJaBridge für Desktop-Apps
TutaE2EE (inkl. Subject)DeutschlandJaSubject-Verschlüsselung
Mailbox.orgPGP/Zero-AccessDeutschlandTeilweiseCloud-Integration
PosteoDANE/TLSDeutschlandNeinAnonymität
MailfenceOpenPGPBelgienTeilweiseDokumente
RunboxTLS + PGPNorwegenNeinAliase

Der entscheidende Punkt ist: raus aus der Monokultur. Raus aus dem reflexartigen „ich bin halt bei Gmail, weil alle da sind“. Das ist keine Naturgewalt. Das ist nur Gewohnheit.

Und irgendwann merkst du: Es tut nicht weh. Im Gegenteil... es ist befreiend

Jeden ersten Sonntag ein Schritt... und ploetzlich fuehlt es sich machbar an

Der Digital Independence Day ist fuer mich kein einmaliger Aktionstag. Das Ding wird erst dann wirksam, wenn es zur Routine wird. Einmal im Monat ein Schritt. Nicht zehn. Einer reicht.

Heute E-Mail. Naechsten Monat vielleicht Cloud. Danach Kalender. Danach Messenger. Danach Social.

Und irgendwann merkst du: Es tut nicht weh. Im Gegenteil... es ist befreiend, weil du nicht mehr das Gefuehl hast, dass dein digitales Leben an den Launen von drei Konzernen haengt.

Mein Fahrplan fuer die ersten 5 Monate dieser Serie

Ich werde das in 2026 regelmaessig begleiten. Nicht als Moralkeule, sondern als Erfahrungsweg. Praktisch. Machbar. Schritt fuer Schritt.

Denn am Ende ist es wie immer: Wir schaffen das... wenn wir anfangen.

Und genau diese Form von Fortschritt war 2025 fuer mich die wichtigste!

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Das ist hier natuerlich nur ein Anfang, aber ich wuerde mich freuen, wenn ihr die naechsten Monate mit dabei seid und mir eure Erfahrungen zurueckspielt. Am besten im Fediverse, denn da findet ihr mich u.a. auf Mastodon!

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Alles wird gut!

Sascha

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